Atemschutzsammelstelle - Kfv Hof

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Atemschutzsammelstelle

Bericht und Bild: Sascha Ploss


Übergabe der Atemschutzsammelstelle

Atemschutz ist für Feuerwehren heute ein unverzichtbares Werkzeug welches das Eingreifen bei vielen Schadensszenarien überhaupt erst ermöglicht. Ohne Atemschutz undenkbar wäre beispielsweise ein Vordringen in Innenräume bei Gebäudebränden zur Suche von Vermissten und Durchführung von Löschmaßnahmen oder Maßnahmen beim Austritt von Gefahrstoffen in Industrie oder Gütertransport.

Das Arbeiten unter schwerem Atemschutz ist eine hohe Belastung für den Träger. Die Trupps sind meist im unmittelbaren Gefahrenbereich tätig und haben nur durch Funk Kontakt nach außen. Bei starker Verrauchung müssen sich die Kräfte praktisch blind vortasten. Die begrenzte Menge an mitgeführter Atemluft übt ständigen Zeitdruck aus. Durch das hohe Gewicht der gesamten Schutzausrüstung werden alle Arbeiten noch anstrengender und schweisstreibender.

Bei mehreren Großschadenslagen in den vergangenen Jahren mit jeweils einer hohen Anzahl an im Einsatz befindlichen Atemschutzgeräteträgern ergab sich der Wunsch, die Bedingungen für die Organisation und Betreuung zu verbessern.

Da der Kreisfeuerwehrverband im vergangenen Jahr gerichtlich als Begünstigter einer größeren Strafzahlung ausgewählt worden war, standen nun die entsprechenden Mittel zur Verfügung, die Ausrüstung für eine Atemschutzsammelstelle zu beschaffen.

Ihr Herzstück ist ein aufblasbares Schnelleinsatzzelt mit Stromerzeuger, Beleuchtung, Heizung, drei Bierzeltgarnituren und vier Feldbetten. Hier können sich die Feuerwehrleute vor und nach dem Einsatz geschützt aufhalten, ausruhen und erholen. Ein LED-Flutlichtstrahler mit Stativ sorgt für Licht im Außenbereich. Zur Registrierung stehen 80 Truppschilder zur Verfügung. Für Nachlöscharbeiten im Freien sind häufig Filtergeräte ausreichend. In der Sammelstelle werden daher 40 Filter vorgehalten. Außerdem gehören Transportbehälter, Stapelboxen, Alukoffer, Schilder, zwei Planen, ein Treibstoffkanister, eine Uhr und eine Funktionsweste für den Abschnittsleiter zur Austattung.

Verlastet ist die Ausrüstung auf einem 750 Kg Anhänger, der keinen besonderen Führerschein notwendig macht. Stationiert ist der Anhänger im Gerätehaus der Feuerwehr Lipperts. Die Atemschutzsammelstelle wird nur auf Anforderung der Führungsdienstgrade alarmiert und bildet zusammen mit dem Abrollbehälter Atemschutz der Feuerwehr der Stadt Hof eine Einheit.

Die Gesamtkosten für den Anhänger und die Ausrüstung belaufen sich auf rund 15.000 Euro, die vollständig durch den Kreisfeuerwehrverband getragen wurden.
Copyright © 2008-2017 Kreisfeuerwehrverband Hof e.V. --- letztes Update: 18.09.2017
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