Brand 28.03.17 - Kfv Hof

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Brand 28.03.17

Bericht und Bilder: Sascha Ploss


Gefahrstoffunfall in Rehau

Am Dienstagmorgen wurden die Feuerwehren aufgrund einer unklaren, starken Rauchentwicklung bei der Firma Südleder in Rehau alarmiert. Als nach dem Eintreffen klar wurde dass Gefahrstoffe im Spiel sind, wurde die Alarmstufe entsprechend angepasst und die Spezialkräfte für gefährliche Stoffe nachgefordert.

Parallel wurde von der Feuerwehr Rehau ein Dekontaminationsplatz aufgebaut und ein Trupp ging mit Chemikalienvollschutzanzügen und umluftunabhängigem Atemschutz in das Gebäude um die Lage zu erkunden. Ein Behälter mit mehreren hundert Litern Flüssigkeit war nach einer Verpuffung beschädigt. Zu einem Brand war es dabei glücklicherweise nicht gekommen. Eine unbekannte Menge der Substanz war zwar ausgetreten, jedoch befand sich das Behältnis auf einer Fläche, die zum Auffangen von Gefahrstoffen ausgelegt ist.

Die genaue Zusammensetzung der Substanz blieb längere Zeit unklar, da die Chloritlösung, die sich eigentlich in dem Behälter befinden sollte, nicht eine solche Reaktion hervorrufen könnte. Die Flüssigkeit musste daher mit einem anderen Stoff in Kontakt gekommen sein. Im weiteren Verlauf wurde dann klar, dass es wohl beim Umfüllen eine Verwechslung gegeben haben muss und versehentlich zwei unterschiedliche Stoffe gemischt wurden.

Für das weitere Vorgehen holte sich die Einsatzleitung den Rat von TUIS, dem "Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem" von Unternehmen der chemischen Industrie. Diese betreiben eine rund um die Uhr mit Experten besetzte Notfallhotline, die unter anderem von Feuerwehren bei Gefahrstoffunfällen für Auskünfte in Anspruch genommen werden kann.

Nach diesen Empfehlungen wurde die restliche Flüssigkeit in einen unbeschädigten Behälter umgepumpt und dieser ins Freie gebracht. Die ausgetretene Menge wurde mit Bindemittel aufgenommen. Nachdem das Gebäude gründlich belüftet wurde, konnten die Mitarbeiter schließlich wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren und den Betrieb wieder aufnehmen.

Insgesamt waren über 140 Einsatzkräfte vor Ort. Der gesamte Einsatz dauerte rund sechseinhalb Stunden. Zwei Mitarbeiter der Firma mussten medizinisch behandelt werden
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