Brandübungscontainer - Kfv Hof

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Brandübungscontainer

Bericht und Bilder: Andreas Hentschel; Video: Fricke, News5

Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis lassen sich weiterbilden
(10. - 14.05.2016)

Nach einer längeren Pause ist es in diesem Jahr wieder gelungen, den Brandübungscontainer, welchen der Bayerische Landesfeuerwehrverband den Feuerwehren zur Verfügung stellt, in den Landkreis Hof zu holen. 64 Atemschutzgeräteträger von Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis Hof nahmen in 8 Durchgängen die Möglichkeit für diese realitätsnahe Weiterbildung wahr.

Dieser Trainings-Container bietet Atemschutzträgern die Möglichkeit, das Entstehen eines Brandes unter kontrollierbaren Verhältnissen zu beobachten und schließlich zu bekämpfen. Die einsatznahen Voraussetzungen mit denen die Übenden konfrontiert werden führen zu einem Ausbildungsgrad, der die Sicherheit der Einsatzkräfte und die Rettungsmöglichkeit der vom Brand betroffenen Menschen wesentlich erhöht. Im Trainings-Container lernt der Teilnehmer das Löschmittel Wasser gezielt uns sparsam einzusetzen und erwirkt damit in der Praxis eine erhebliche Minderung der Sachschäden.

In einem etwa 1 ½ stündigem Theorieblock gaben die Trainer den jeweils 8 Teilnehmern eines Durchganges Informationen über Entstehen und Ausbreitung von Zimmerbränden sowie Ratschläge für die Bekämpfung von Zimmerbränden und das richtige Verhalten bei Innenangriffen. Danach ging es zum Kreisbauhof nach Straas, wo das soeben gehörte in die Tat umgesetzt wurde. Hier hatten sich bei einigen Durchgängen auch interessierte Zuschauer, unter anderem auch der Münchberger Bürgermeister Christian Zuber sowie Kreisbrandrat Reiner Hoffmann und mehrere Kreisbrandinspektoren und –meister, eingefunden.

Schutzkleidung und umluftunabhängiger Atemschutz sind das Rüstzeug der Feuerwehrleute. Wichtig dabei ist, dass die Ausrüstung die aus einer Überjacke, Überhosen, Sicherheitsstiefeln, Schutzhandschuhen und Flammschutzhaube besteht komplett ist und vor allem richtig angelegt wird, denn beim realistischen Üben von Einsatzsituationen in einem Brandübungscontainer beobachten die Teilnehmer den Brandverlauf aus nächster Nähe. Die Einrichtung (Möbel) wird durch eingehängte Spanplatten mit einer Fläche von 10 m² simuliert, das entspricht einem Bruchteil der Holzfläche in einem eingerichteten Zimmer.

Durch die Wärmeeinwirkung des Initialsfeuers beginnen die Spanplatten auszugasen und liefern somit die Basis für die spätere Rauchgasdurchzündung (Flashover). Durch die äußerst schwierigen Sichtverhältnisse wird eine reale Situation erzielt. Die Übenden können erkennen, wie die Rauchschicht immer weiter nach unten absinkt. Während der Übung wird die offene Tür des Containers geschlossen, was bewirkt, dass der Rauch nicht mehr abziehen kann und die Sauerstoffzufuhr unterbunden wird. Die Verbrennung wird unvollständig und die Feuerwehrleute im Container haben durch die Verrauchung keinerlei Sicht. Nach einigen Minuten wird die Tür wieder geöffnet. Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Öffnen einer Zimmertür in einer Wohnung. Sauerstoff strömt in den Brandraum, das Feuer wird sofort größer. In der Rauchschicht, die sich ungefähr einen halben Meter über den Köpfen der knienden Feuerwehrleute befindet, bilden sich kleine Flammenzungen. Das ist der Beginn einer Rauchdurchzündung. Danach muss die hohe Rauchgastemperatur heruntergekühlt werden, da sich das Feuer sehr schnell ausbreiten und die Übenden gefährden würde. Mit Positionswechseln hat jeder teilnehmende Feuerwehrler die Möglichkeit, selbst einen Flashover zu bekämpfen. Hierbei trainiert der Teilnehmer den Umgang mit einem Hohlstrahlrohr und festigt somit den Umgang mit seinem Handwerkzeug. Temperaturen, die an der Decke vom Brandraum gemessen werden, liegen zwischen 900 und 1000 ° Celsius (für die Ausgasung von Holz werden diese hohen Temperaturen benötigt). Auf Kopfhöhe der Feuerwehrkameraden sind es noch 130 bis 150 °C.

Zur Sicherung der Teilnehmer steht ein Sicherheitstrupp bereit. Während der Übung steht die Sicherheit der Teilnehmer an oberster Stelle. Ziel der Ausbildung ist es, die Atemschutzgeräteträger so zu sensibilisieren, dass diese eine Flashover-Gefahr erkennen und deren Durchzündung verhindern.


Video von Stephan Fricke, News5: hier

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