Gerätewagen Logistik 1 - Kfv Hof

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Gerätewagen Logistik 1

Bericht und Bild: Sascha Ploss


Fahrzeugübergabe in Trogen

Einen neuen "Gerätewagen Logistik 1" konnte die Feuerwehr Trogen am 08. April im Rahmen eines Tags der offenen Tür mit Festbetrieb in Dienst stellen.

Kommandant Thomas Völkel dankte den Mitgliedern des Beschaffungs-Arbeitskreises für ihren Einsatz und konnte im Anschluss den Fahrzeugschlüssel von Bürgermeister Klaus Strobel offiziell in Empfang nehmen.

Landrat Dr. Oliver Bär und Kreisbrandrat Reiner Hoffmann ließen es sich nicht nehmen bei der Übergabe eine Laudatio zu halten und das Fahrzeug persönlich in Augenschein zu nehmen. Unter den Ehrengästen waren außerdem die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft, die Kreisbrandinspektoren Thomas Reuther und Reinhard Schneider, die Kreisbrandmeister Philipp Kemnitzer, Marc Fischer und Florian Strobel.

Das Fahrzeug löst einen 31 Jahre alten Schlauchwagen 1000 ab, der vor 21 Jahren bereits gebraucht von der Wehr gekauft und in Eigenleistung umgebaut wurde. Aufgrund der Seltenheit dieses Fahrzeugtypus kam er des öfteren überörtlich zum Einsatz, wie zuletzt beim Großbrand des Sägewerks in der Rauschenhammermühle. Da der Zahn der Zeit unübersehbar an der Substanz nagte und der Unterhalt aufgrund immer häufigerer und kostenintensiverer Reparaturen kaum noch wirtschaftlich möglich war, entschied man sich im Januar 2016 eine Ersatzbeschaffung anzugehen.

Da für ein Neufahrzeug fast 34.000 Euro Zuschuss vom Freistaat in Aussicht standen wurde die Option wieder ein Gebrauchtfahrzeug zu kaufen schnell verworfen. Voraussetzung für den Zuschuss ist jedoch die Beschaffung eines Normfahrzeugs. Die Norm für den Schlauchwagen wurde jedoch bereits vor geraumer Zeit zurückgezogen. Mit dem Gerätewagen Logistik steht allerdings eine Nachfolgenorm zur Verfügung, die deutlich flexiblere Fahrzeuge zulässt. Der Clou: die Beladung wird nicht fest im Fahrzeug verlastet sondern ist auf Rollwagen untergebracht, die mittels Hubladebordwand am Heck jederzeit be- und entladen werden können.

Auf diese Weise können für alle erdenklichen Einsatzbedürfnisse Rollwagen mit spezialisierter Ausrüstung bereit gehalten werden, die bei Bedarf innerhalb weniger Minuten auf der Ladefläche verlastet werden können. Bei entladenen Rollwägen steht die komplette Ladefläche für beliebige Transportaufgaben zur Verfügung. Zur Ladungssicherung sind an den Wänden Kombischienen angebracht, die Befestigungsmöglichkeiten für unter anderem Haltewinkel und Sperrstangen bieten. Im Boden sind zusätzlich Verzurrösen eingelassen.

Die Beladung des Schlauchwagens wurde vollständig übernommen und auf drei Rollwagen verlastet. Einer nimmt die tragbare Pumpe samt Zubehör auf, zwei weitere enthalten jeweils 500 Meter B-Schläuchen. Genau wie beim Schlauchwagen sind die Schläuche in den Rollwagen bereits fertig zusammengekuppelt und können so direkt während langsamer Fahrt aus dem Fahrzeug heraus verlegt werden. Der Aufbau einer langen Förderstrecke geht dadurch im Notfall extrem schnell.

Für Einsätze bei Nacht ist der Gerätewagen mit einem pneumatisch ausfahrbarem Lichtmast und einer LED-Umfeldbeleuchtung ausgestattet. Die Ladefläche wird ebenfalls durch LED-Lichtbänder beleuchtet. Auch die Sondersignalanlage ist komplett in LED-Technik ausgeführt, bestehend aus dem Blaulichtbalken, zwei Frontblitzern, zwei in der aufklappbaren Heckkonsole integrierten Kennleuchten sowie einer aus vier orangefarbenen Blitzern bestehenden Heckwarneinrichtung.

Die Beklebung dient nicht nur ästhetischen Gründen sondern ist in retroreflektierender Folie ausgeführt, um die Sichtbarkeit bei Nacht zu optimieren. Das Heck ist fast vollständig in rot-weiß gestreifter Warnschraffur gehalten.

Das Fahrgestell ist ein Iveco Daily mit 170 PS. Die Doppelkabine bietet Platz für eine sechsköpfige Besatzung. Zum sicheren Rangieren ist eine Rückfahrkamera vorhanden. Die zulässige Gesamtmasse beträgt sieben Tonnen. Damit darf das Fahrzeug noch mit dem Führerschein der Klasse C1 gefahren werden.

Der Auftrag für den Aufbau ging an die Firma Auto Schach aus Wetzlar, die von sechs Angeboten das wirtschaftlichste abgegeben hatte. Sie baute auf das Fahrgestell einen Koffer in Sandwichbauweise mit zwei seitlichen Rollläden und einer Hubladebordwand der Firma Bär mit einer Traglast von einer Tonne. Zur Unterbringung kleinerer Ausrüstungsgegenstände stehen zwei Unterbaukästen zur Verfügung.
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