Herbstkommandantenversammlungen - Kfv Hof

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Herbstkommandantenversammlungen

Bericht und Bilder: Sascha Ploss

Herbstkommandantenversammlungen

Die Herbstkommandantenversammlungen in den drei Inspektionsbereichen fanden in diesem Jahr in Zedtwitz, Münchberg und Bad Steben statt.

Landrat Dr. Oliver Bär ließ es sich nicht nehmen, bei allen drei Terminen persönlich ein Grußwort zu sprechen und die Ehrungen durchzuführen. Kreisbrandinspektor Thomas Reuther merkte an, dass Bär diesmal zum ersten Mal auf der Versammlung im Inspektionsbereich 1 zu Gast sei und flachste, vorher wäre er wohl immer im Urlaub gewesen. Das lies dieser nicht auf sich sitzen und revanchierte sich, als Reuther eine Ehrung für zehn Jahre Tätigkeit als Führungsdienstgrad im Kreisfeuerwehrverband erhielt. Diese Ehrung hätte er jedoch bereits 2010 bekommen müssen, sei damals jedoch vergessen worden. Als Bär ihm für die Ehrung gratulierte, merkte er süffisant an, er hätte sie ja schon eher bekommen, aber wahrscheinlich war er immer im Urlaub.

In seinem Grußwort begrüßte Bär die Verschärfung des Strafmaßes bei Behinderung oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Die Feuerwehren wüssten schon was sie tun und wer sich ihnen gegenüber nicht ordnungsgemäß verhält, müsse auch wissen, dass das Konsequenzen hat.
Was die technische Ausstattung der Feuerwehren angehe, habe er den Eindruck, man sei auf einem guten Stand und die Kommunen täten ihr Möglichstes. Man müsse sich nur die Anzahl der Fahrzeugübergaben ansehen, die alleine in diesem Jahr stattgefunden haben. Er zählte hier exemplarisch Töpen, Trogen, Tauperlitz, Rehau, Bad Steben, Berg, Dürrenwaid und Gösmes auf, sowie Feilitzsch und Münchberg mit jeweils zwei neuen Fahrzeugen. Aber auch das eindrucksvolle neue Feuerwehrgerätehaus in Oberkotzau ließ er nicht unerwähnt.
Das wichtigste seien jedoch die Feuerwehrleute. Es gebe derzeit 3.851 Aktive in den Feuerwehren. Ein herausragender Wert, wenn man diesen den rund 100.000 Einwohnern im Landkreis gegenüberstellt. Er dankte allen Feuerwehrleuten und Einsatzkräften für ihr ehrenamtliches Engagement und ihre Bereitschaft, rund um die Uhr für Einsätze bereit zu stehen und zu helfen, wo es notwendig ist.
Die Feuerwehren im Landkreis betreuen 13 Autobahnausfahrten. Das bedeutet neben den klassischen Aufgaben der Feuerwehren einen zusätzlichen Mehraufwand.

Stellvertretend für alle Bürgermeister des Landkreises sprachen die jeweiligen Bürgermeister der gastgebenden Orte Grußworte. Francisco Hernandez zeigte sich besonders stolz über die Leistungen der Zedtwitzer Jugendfeuerwehr, eine der größten und bei verschiedenen Wettbewerben erfolgreichsten Jugendfeuerwehren des Landkreises.
In Bad Steben sprach der zweite Bürgermeister Wolfgang Gärtner. Er ist gleichzeitig Kommandant der Bad Stebener Ortsteilwehr Thierbach. Er ärgert sich darüber, dass viele Jugendliche heute kein Interesse an der Feuerwehr zeigten. Toll sei es hingegen, dass die Feuerwehr Bad Steben mit der Gründung einer Kinderfeuerwehr versucht, diesen Trend umzukehren.

Polizeidirektor Klaus Weich aus Hof und erster Polizeihauptkommissar Klaus Bernhardt aus Naila präsentierten sich erstmals in blauer Uniform vor der Versammlung. Einzig der Leiter der Polizeiinspektion Münchberg, erster Polizeihauptkommissar Horst Hör, trat noch im klassischen Grün auf. Für ihn war es die elfte und auch die letzte Teilnahme an einer Kommandantenversammlung. Kreisbrandrat Hoffmann und Kreisbrandinspektor Schneider überreichten ihm anlässlich seines Abschieds zum Dank für die jahrelange gute Zusammenarbeit ein kleines Präsent.
Neben Großereignissen wie dem Busunglück auf der A9 gibt es weitere belastende Ereignisse. Klaus Weich nannte hier die Vermisstensuche in Trogen bei der Polizei und Feuerwehr gut zusammen gearbeitet haben. Trotz anhaltender intensiver Suche konnte die Person erst nach einigen Tagen aufgefunden werden. Sie war bereits vor Beginn der Suchaktion eines natürlichen Todes verstorben.
Als Reaktion auf mehrere Ereignisse in diesem Jahr, darunter unter anderem das Busunglück auf der A9 bei Münchberg, wurden mehrere Gesetze angepasst. Es wurde nun unter Strafe gestellt, wenn Personen andere bei der Hilfeleistung behindern. Die Strafen bei Nichteinhaltung der Rettungsgasse wurden deutlich verschärft. Ebenfalls erhöht wurde der Strafrahmen bei Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Seit 2013 beinhaltet dieser Paragraf auch Einsatzkräfte der Feuerwehren, Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes.

Über Neuigkeiten in der Integrierten Leitstelle berichtete ihr Leiter Markus Hannweber. Man habe mit der Sicherheitszertifizierung nach ISO 27001 ein Pilotprojekt in Bayern übernommen. Dem Digitalfunk attestierte er, er sei mittlerweile angekommen. Beim letzten Orkan sei es jedoch noch zu längeren Wartezeiten gekommen. Hier gibt es bereits Ideen zur weiteren Optimierung. Am 05.12. tritt die neue Alarmierungsbekanntmachung in Kraft. Dabei haben sich die Alarmschlagworte und Einsatzmittelketten tiefgreifend geändert.

Die Kreisbrandinspektoren schnitten in ihren Berichten zahlreiche Themen an.
Bei der Beschaffung von Digitalfunkgeräten sei darauf zu achten, dass die angeschafften Baureihen von der BDBOS geprüft und freigegeben sind. Neue Gerätegenerationen müssten immer zuerst zertifiziert werden, bevor diese eingesetzt werden können.
Bei Ausfahrten mit Kindern in Feuerwehrfahrzeugen gelten die einschlägigen Sicherheitsvorschriften. So seien auch in Feuerwehrfahrzeugen Kindersitze oder Sitzerhöhungen und Sicherheitsgurte erforderlich.

Kreisbrandrat Reiner Hoffmann teilte mit, dass dem Kreisfeuerwehrverband von der Versicherungskammer Bayern ein Schaumtrainer überreicht wurde. Dieser wird von der Feuerwehr Schauenstein betreut. Voraussichtlich ab Frühjahr können die ersten Schulungen durchgeführt werden.

Kreisbrandmeister für Ausbildung Thomas Dick erläuterte eine Reihe von geplanten Neuerungen bei der modularen Truppmannausbildung. Teilnehmerfreundlicher und praxisbezogener solle sie werden. Einen Hydranten könne man viel besser am Objekt zeigen, als in der Theorie mit Folien zu arbeiten. Auch mache es keinen Sinn, wenn Teilnehmern beigebracht wird, was in welchen Fächern von Fahrzeugen untergebracht ist, die sie in ihrer eigenen Feuerwehr garnicht haben. Die Gruppenstärke wird künftig auf 26 Teilnehmer begrenzt und eine abgelegte Bayerische Jugendleistungsprüfung oder Stufe 1 einer Leistungsprüfung wird vorausgesetzt.

In vielen Feuerwehren wird bereits Brandschutzerziehung betrieben, in anderen noch nicht. Susanne Münzer, Fachbereichsleiterin Brandschutzerziehung, rührte dafür die Werbetrommel. Am 10.11.2018 wird erstmalig ein Lehrgang auf Landkreisebene angeboten. Auch wer noch keine Grundkenntnisse mitbringt, bekommt hier alles nötige um in die Brandschutzerziehung einsteigen zu können. Zum Ausleihen gibt es neue Brandschutzerziehungskoffer und eine Telefonanlage, mit der das Absetzen eines Notrufs mit den Kindern geübt werden kann.

Kreisbrandmeister Heiko Rödel verlor ein paar Worte zum Feuerwehrführerschein. Bei der Ausbildung und Abnahme müssen eine Reihe von Vorgaben beachtet und eingehalten werden. Andernfalls könne man bei der Prüfung auch durchfallen. Die nötigen Unterlagen können bei ihm abgerufen werden. Auch müsse die Kommune mit der Versicherung abklären, ob die Ausbildungsfahrten abgedeckt sind.

Kreisbrandmeister für Jugendangelegenheiten Florian Strobel gab einen kurzen Bericht über die durchgeführten Veranstaltungen. In Schauenstein wurde die deutsche Jugendleistungsspange für neun Gruppen abgenommen, im Juni der Kreisfeuerwehrtag in Köditz mit Zeltlager, im September der Jugendleistungsmarsch. Die vier besten Gruppen qualifizierten sich für den Bezirksleistungsmarsch in Marktredwitz, bei dem alle Teilnehmer aus dem Landkreis in der vorderen Hälfte landeten. In Carlsgrün wurde die Jugendflamme abgelegt. Den Abschluß machen die Wissensteste.

Ehrungen:

Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden geehrt:
Markus Wolf, Isaar
André Knieling, Joditz
Uwe Lenk, Oberkotzau
Achim Biller, Oberkotzau
Thomas Popp, Burkersreuth
Christian Pfeil, Helmbrechts
Holger Hofmann, Lehsten
Florian Festel, Sparneck
Ronnie Seuß, Sparneck
Florian Stöhr, Sparneck
Bernd Wolfrum, Sparneck
Martin Zankl, Sparneck
Rüdiger Singer, Bad Steben

Ehrungen für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst gab es für:
Erwin Franz, Draisendorf
Peter Schaller, Förbau
Michael Rieß, Oberkotzau
Peter Schricker, Bug-Oppenroth
Roland Ott, Mussen
Rainer Schlegel, Schödlas
Michael Stephan, Helmbrechts
Werner Angles, Poppenreuth
Lothar Popp, Mechlenreuth
Ernst Kielmann, Mechlenreuth
Rainer Degelmann, Meierhof
Manfred Dick, Bruck

Für 25 Jahre Dienst als Kommandant der Feuerwehr Prex wurde Michael Lang ausgezeichnet.

Kreisbrandinspektor Thomas Reuther erhielt das Bayerische Feuerwehrehrenzeichen in Silber.
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Inspektionsbereich II
Inspektionsbereich III
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