Kinderfeuerwehr - Kfv Hof

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Kinderfeuerwehr

Über uns > Jugendfeuerwehr

Liebe Kameradinnen! Liebe Kameraden!

Ich habe den Artikel (siehe unten) des DFV gelesen und mich sehr gefreut, dass das Thema Kinder in der Feuerwehr endlich auch in den höchsten deutschen Feuerwehrgremien angekommen ist.

Aus meiner Sicht kann ich nur Familienministerin a.D. Claudia Crawford zustimmen. Dabei spricht sie bereits davon, dass das Aufnahmealter von zehn Jahren zu hoch sei. Wir hier in Bayern dürfen ja sogar erst ab zwölf aufnehmen. Da sind die Kinder nicht nur schon in anderen Vereinen aktiv sondern sind oft in weiterführende Schulen gewechselt und dann doppelt eingespannt.

Seit September 2007 gibt es in Schauenstein die Kindergruppe „Feuerteufelchen“. Wir treffen uns jeweils für eineinhalb Stunden in einem zweiwöchigen Rhythmus, die Ferien sind frei. Damit kommt man auf ca. 20 Treffen im Jahr. In unserer Gruppe hat sich gezeigt, dass die Arbeit mit Kindern an das Betreuerteam hohe Anforderungen stellt und Kompromissbereitschaft verlangt. Wir laufen als „Vereinsgruppe“, da dürfen die feuerwehrtechnischen Geräte aufgrund der Unfallgefahren nur eine untergeordnete Rolle spielen. Aber genau das ist es, was die Kinder am meisten interessiert! Aber sie dürfen im Festzug mitlaufen und beim Feuerwehrfest bekommen sie besondere Aufgaben zugeteilt (wie z.B. die Dekoration der Fahrzeughalle). Auch Besuche bei anderen Feuerwehren oder in der Atemschutzanlage in Münchberg haben sich als Volltreffer erwiesen. Brandschutzerziehung bietet ein riesiges Feld, aus dem sich immer was findet für die Kids!

Wer sich dafür interessiert eine Kindergruppe ins Leben zu rufen, der sollte aus meiner Sicht mindestens folgende Punkte beachten:

1.       Kann ich mit meinem Personal diese Aufgabe schultern. Es sind bei drei beteiligten Betreuern allein 90 Gruppenstunden ohne die Vorbereitungszeiten zu planen (wenn man den Schauensteiner Rhythmus zugrunde legt). An Vorbereitungszeit würde ich mal ca. 3 Stunden im Monat veranschlagen.

2.       Ist die Satzung des Vereins so gestaltet, dass auch Personen unter zwölf Jahren aufgenommen werden können (Achtung!: Sind die Kinder nicht als Vereinsmitglieder gemeldet sind sie überhaupt nicht versichert!!! – Feuerwehrtechnische Aktivitäten darüber hinaus kann man sowieso nicht versichern!)

3.       Wie sieht es mit den Finanzen aus? Es wird immer Geld für Bastelmaterial, Veranstaltungen wie Fasching, Weihnachtsfeier etc. gebraucht.

4.       Die ausgewählten Betreuer sollten ein hohes Verantwortungsbewusstsein und, wenn möglich, Erfahrung mitbringen. Also entweder sind sie beruflich vorbelastet, oder vielleicht haben sie bei anderen Vereinen und Institutionen schon mit Kindergruppen zu tun gehabt. Wie bereits oben erwähnt ist die Versicherung der Kids nur für Vereinstätigkeiten möglich. Welche Aktivitäten durchgeführt werden obliegt dem Betreuer! Auch das Thema Aufsichtspflicht ist hier nicht zu unterschätzen – es sind eben doch Kinder mit allerhand Blödsinn im Kopf!

Ich kann nur alle Interessierte ermutigen: Die Arbeit mit den Kindern lohnt sich allemal! Und man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: erstens werden die Kinder im Umgang mit Gefahren verschiedenster Art geschult und es wird aktiv Mitgliederwerbung betrieben (es ist nicht selten der Fall, dass auch die Eltern dem Feuerwehrverein beitreten…).

Für Rückfragen stehe ich Euch gerne unter Mail: Fachbereich 9  zur Verfügung.


Mit kameradschaftlichen Grüßen

Susanne Münzer


Übersicht Sachstand/Entwicklung Kinder in der Feuerwehr (Kinderfeuerwehren, Bambinifeuerwehren, Eintrittsalter) gemäß Erfassung der Landesfeuerwehrverbände hier

Presseinformation Nr. 23/2010 vom 8. April 2010

Feuerwehren öffnen sich weiter für Arbeit mit Kindern

Rund 11.500 Kids in Bambinigruppen / Trend zu jüngerem Aufnahmealter


Berlin – „Ich will Feuerwehrmann werden“ – diesem Kinderwunsch öffnen sich die Feuerwehren in immer mehr Ländern: Bundesweit sind rund 11.500 Mädchen und Jungen in so genannten Kinder- und Bambinifeuerwehren aktiv, mit steigender Tendenz.

In mehr als der Hälfte der Bundesländer haben sich Kinder in der Feuerwehr zwischenzeitlich durchgesetzt, in vierstelliger Höhe in Niedersachsen, Thüringen, Hessen und Sachsen-Anhalt. Einige Landesfeuerwehrverbände führen Kampagnen mit umfassender inhaltlicher Unterstützung durch, wie beispielsweise in Rheinland-Pfalz.

„Kaum etwas ist beeindruckender für Kinder als Feuerwehren. Diese Begeiste-rung sollten die Feuerwehren nutzen. Denn wenn sie erst Kinder vom zehnten Lebensjahr an und später aufnehmen, sind viele schon an andere Vereine gebunden und die Mitgliedergewinnung ist ungleich schwieriger“, betont Bundesfamilienministerin a. D. Claudia Crawford, Vorsitzende des Beirates des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). „Natürlich bedeutet das für die Feuerwehren, dass sie sich auf die kleinen Feuerwehrnachwuchskräfte ganz anders einstellen müssen. Die vielen schon bestehenden Kinder- und Bambinifeuerwehren zeigen, wie es geht. Ich unterstütze ausdrücklich die Bemühungen der Landesfeuerwehrverbände in diesem Bereich.“

„Der DFV nimmt diese Entwicklung auf und macht sie in einem ersten Schritt transparent. Während des 28. Deutschen Feuerwehrtages im Juni in Leipzig werden wir beim Thementag Facharbeit am Mittwoch, dem 9. Juni, von neun Uhr an Modelle und Rahmenbedingungen darstellen“, sagt DFV-Präsident Hans-Peter Kröger. „Für kommendes Jahr bereitet die Deutsche Jugendfeuerwehr einen Kongress zu diesem Thema vor“, ergänzt Bundesjugendleiter Hans-Peter Schäfer.

Brandschutzerziehung und behutsames Kennenlernen der Feuerwehrarbeit, Gesundheits- und Verkehrserziehung, Natur- und Umweltschutz – damit beschäftigen sich die Jüngsten in den Feuerwehren unter fachkundiger, ehrenamtlicher Betreuung und Anleitung. Einfache kindgerechte Freizeitangebote wie Spielen und Basteln gehören bei den meisten Kindergruppen ebenso zum Ange-bot.

Sechs Länder erlauben Start in die Feuerwehr für Abc-Schützen

Aus dem veränderten Freizeitverhalten und der demographischen Entwicklung haben die Feuerwehren und Gesetzgeber Konsequenzen gezogen: In sechs Bundesländern wurde das Aufnahmealter auf sechs Jahre gesenkt, drei Länder haben ein noch niedrigeres beziehungsweise gar kein landesweites Mindestalter. Feuerwehren in zwei weiteren Ländern nehmen Mädchen und Jungen von acht Jahren an auf, bei den anderen können Kinder mit zehn oder zwölf Jahren die Uniform der Jugendfeuerwehr anziehen.

Auch wenn die Entwicklung noch am Anfang steht, so ist das Feld Kinder in der Feuerwehr zum Teil schon gut evaluiert, beispielhaft durch eine sehr detaillierte Abfrage und Statistik des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt. Dort finden Kinderfeuerwehren mittlerweile hohe Akzeptanz (in 92 Prozent der Freiwilli-gen Feuerwehren mit Kindergruppe). Die meisten Gruppen treffen sich vier-zehntägig (65 Prozent). 80 Prozent erhalten finanzielle Förderung durch ihre Kommunen. 16 Prozent der Betreuer haben eine pädagogische Berufsausbil-dung. Und 95 Prozent der Betreuer sind auch in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv, ergab die Erhebung in Sachsen-Anhalt.

Feuerwehrtag stellt Konzepte zur Arbeit mit Kindern vor

Konzepte zum Thema Kinder in der Feuerwehr werden beim Thementag Fach-arbeit im Rahmen des 28. Deutschen Feuerwehrtages 2010 vorgestellt. Der Workshop findet am Mittwoch, 9. Juni 2010, von 9 bis 13.30 Uhr im Congress Center Leipzig statt und steht allen Interessierten offen.

Nähere Informationen in Kürze unter  www.feuerwehrtag.de


Copyright © 2008-2017 Kreisfeuerwehrverband Hof e.V. --- letztes Update: 03.12.2017
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü