Übung Zug - Kfv Hof

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Übung Zug

Bericht und Bilder: Sascha Ploss

Übung "Zug"

Unfälle mit Zügen oder im Gleisbereich bergen ganz besondere Gefahren und Herausforderungen. Ob es nun ein Stromschlag von der Oberleitung ist, wie vor wenigen Monaten am Hofer Hauptbahnhof passiert, oder eine Kollision eines Zuges mit einem Traktor an einem Bahnübergang in Köditz vor einer Woche, die Einsatzkräfte müssen auf alles vorbereitet sein, um im Notfall bestmögliche Hilfe leisten zu können ohne sich selbst dabei zu gefährden.

Zur Auffrischung und Vertiefung wurde daher am Samstag eine Übung auf dem Gelände des Hofer Hauptbahnhofs durchgeführt. DB Regio hatte dafür extra einen Regionalzug zur Verfügung gestellt, DB Netze steuerte ein gesperrtes Gleis mit Oberleitung bei.

Das Übungsszenario: Nach einem Oberleitungsschaden kommt es in einem Triebwagen zu einem Kurzschluss. Feuer bricht aus. Der Zug bleibt auf offener Strecke stehen. In den teilweise verrauchten Passagierabteilen befinden sich noch mehrere verletzte Personen.

Nach dem Notruf alarmiert die Integrierte Leitstelle die Feuerwehr Hof, die Feuerwehr Oberkotzau mit dem Bahnrettungssatz, das BRK und den DB Notfallmanager. Den ersten eintreffenden Kräften sind zunächst jedoch die Hände gebunden. Solange der Strom nicht abgeschaltet ist, können sie sich dem Zug nicht nähern. Auch das Betreten der Gleise ist tabu, bis die Sperrung der Strecke schriftlich per Fax bei der Leitstelle bestätigt wurde.

Aufgrund der kurzen Anfahrt trifft kurz danach der DB Notfallmanager an der Übungsstelle ein. Zwar ist der Strom mittlerweile abgestellt, jedoch muss die Leitung zur Sicherheit noch vor und nach der Einsatzstelle geerdet werden. Der Notfallmanager bringt hierfür einen speziellen Bahnerdungssatz mit. Über lange Stangen wird eine Kabelverbindung zwischen der Oberleitung und der Schiene hergestellt, über die ggf. auftretende Spannung abgeleitet werden würde.

Erst jetzt können die Einsatzkräfte endlich ihre Arbeit beginnen. Unter Atemschutz dringen sie in den verrauchten Abschnitt des Zuges zur Personenrettung und Brandbekämpfung vor. Da der zweite Wagen nicht verraucht ist, holen hier parallel weitere Feuerwehrleute Verletzte über Schleifkorbtragen aus dem Zug. Mittels der beiden Draisinen des Bahnrettungssatzes werden die Patienten schonend über die Gleise zum Übergabepunkt transportiert, wo sie dem Rettungsdienst übergeben werden.

Im Anschluß fand eine Übungsnachbesprechung statt. Fachberater Uwe Lenk hatte das Vorgehen der Kräfte beobachtet und sich Schwachpunkte notiert. Für die Zukunft konnte er den Übungsteilnehmern so wertvolle Tipps mit auf den Weg geben, um für den Ernstfall noch besser gerüstet zu sein.
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